Das Naturzug-Prinzip:

Die warmen Verbrennungsabgase haben eine geringere Dichte als die kalte Luft der Umgebung.

Hierdurch entsteht ein Aufrieb im Kamin, der die Abgase fortführt. Es entsteht ein Unterdruck, der neue  Verbrennungsluft in den Kaminofen anzieht.

Naturzug-Kaminofen benötigen also keine Ventilatoren, zur Nachführung der Verbrennungsluft.

 

Im oberen Brennraum wird zunächst Holz eingelegt und während der Anheizphase herkömmlich verbrannt.

Die Rauchgasklappe ist in dieser Phase geöffnet, die aufsteigenden Rauchgase gelangen auf direktem, kurzem Weg in den Schornstein.

Brennkammer und Schornstein werden sehr stark aufgeheizt.

In der Anheizphase beträgt die Rauchgastemperatur ca. 300°C.

 

Wenn sich ein ca. 2-4 cm hohes Glutbett gebildet hat, wird trockene Kaminhoz-Scheite aus trockenem Hartholz nachgelegt.

Nach dem manellen Schliessen der Rauchgasklappe (3) wird das Abgas durch das Glutbett in den unteren Brennraum (2) geleitet.

Auf dem Weg in nach unten wird das Gas im Düsenblock stark beschleuingt und mit Sauerstoff angereichert.

Das Holzgas-Gemisch entzündet und verbrennt im unteren Brennraum mit sehr heisser Flamme. Im Düsenblock werden Temperaturen von bis zu 900°C erzeugt.

Das Holzgas verbrennt vollständig mit der charakteristischen gestürzten Flamme.

Das Abgas von der gleichzeitigen, nun kleiner gewordenen Flammne im oberen Brennraum  werden ebenfalls durch den Düsenblock geleitet. Sie vermischen sich mit dem Holzgas und verbrennen bei hoher Temperatur.

Dies erklärt die geringe Emmision von Co, Nox und Staub.

 

Das Abgas der Holzgas-Gemisch-Flamme (4) - grüner Pfeil - hat nun eine länge Strecke bis zur Einmündung in den Schornstein.

Das Abgas sinkt von 300°C auf 110°C. Überträgt also einen Grossteil (nämlich 2/3) seiner

im Abgas gebundenen Wärmemenge an die Oberflächen des Wärmetauschers.

 

Im Wärmetauscher gibt das Rauchgas seine Wärme an das Heizkreiswasser ab.

Eine Heizkreispumpe fordert kontrolliert und konstant die Wärmemenge dem Pufferspeicher zu.

 

Im Pufferspeicher findet die hydraulische Kopplung mit der herkörmlichen wassergeführten Zentral-Heizungsanlage statt.

 

Der Wirkungsgrad ist der Anteil der in einem 1 kg Kaminholz gebundenen Wärmemenge

die in Nutzwärme umgewandelt wird. 

 

93% Wirkungsgrad = 100 Teile Prímärenergie werden zu 93 Teilen Nutzenergie.